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Edwin

Trendforscher Horx

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Also, in diesem Eintrag geht es mir kurz um Matthias Horx, der laut Wikipedia von sich selbst und einigen Medien als „Trend- und Zukunftsforscher“ bezeichnet wird. Mehr kann man über ihn aus den verlinkten Infomaterialien entnehmen. Gab schon zahlreiche Fehlprognosen, was bezüglich der neuen Weltordnung auch hoffentlich alles eine werden wird. Er gilt aber dennoch von jenen die solch einen Guru brauchen als Kristallkugel. Nach dem Soziologen Holger Rust bestünde seine "wissenschaftliche" Arbeit daraus "Trends und Prognosen anhand von Beispielen glaubhaft" zu machen "die wiederum durch nichts anderes als weitere Beispiele belegt werden." So wird gesagt, dass "die Ergebnisse der Studien meist das Produkt von Arbeiten" seien, "die im Auftrag von Unternehmen erstellt wurden."

Auf Wikipedia heißt es zum Trendforscher Hoax, ehm Horx weiter: 

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„1980 bis 1992 arbeitete er als Autor und Redakteur bei Pflasterstrand, Tempo, Die Zeit und Merian. Er war bis 2005 Mitglied beim publizistischen Netzwerk Achse des Guten. Horx Lebensprojekt gelte nach eigenen Angaben der Weiterentwicklung der „Futurologie“ der 1960er- und 1970er-Jahre zu einer Beratungsdisziplin für Unternehmen, Gesellschaft und Politik. Seine methodische Arbeit kreise – so Horx – „um die Entwicklung einer neuen Synthese-Prognostik – einer Verbindung von System-, Sozial-, Kognitions- und Evolutionswissenschaften. Horx beschreibt den von ihm diagnostizierten Wandel gesellschaftlicher Werte und Lebensformen unter den Bedingungen des globalisierten Kapitalismus. Neben Fragen zur Zukunft der Arbeitswelt beschäftigt er sich mit Auswirkungen des demografischen Wandels und beschreibt einen von ihm postulierten Wertewandel im Bildungs-, Konsum- und Freizeitverhalten. Der Soziologe Holger Rust kritisierte Horx und die Trendforschung an sich wiederholt als unwissenschaftlich.“

In dem Magazin Bild der Wissenschaft schreibt der Soziologe Holger Rust in dem Artikel Trugbilder aus der Trendschmiede (Ausgabe 10/2008):

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„Meist triviale Befunde werden mit schmissigen Anglizismen verkauft“, fasst der Hannoveraner Soziologe zusammen. Es werde als Wissenschaft deklariert, was in Wirklichkeit nichts anderes sei als „methodologische Scharlatanerie“. ... Dass dennoch viele Menschen und etliche namhafte Unternehmen den Prognosen der Trendforscher Vertrauen schenken, hat für Holger Rust einen einfachen Grund: Der Alltag in der globalisierten Welt wird immer unübersichtlicher. Es gibt kaum noch Sicherheit hinsichtlich der beruflichen Chancen und Möglichkeiten. Die Lebenswege sind längst nicht mehr so klar vorgezeichnet wie in den Fünfziger- und Sechzigerjahren. „Selbst Führungskräfte sind mit einem unfassbaren Wust an Komplexität und Unsicherheit überladen, durch den sie eine Schneise schlagen wollen“, bringt es Rust auf den Punkt. Daher suchen sie nach Wegweisern, die ihnen scheinbar Gewissheit beim Blick in die Zukunft vermitteln. Diese Wegweiser finden sie in den zahlreichen Prognosen, Zukunftsstudien und Trendberichten.“

Durch Zufall bin ich auf Horx Porgnosen gestoßen, als ich Zeitarbeit und Neue Weltordnung in die Suchmaske eingab. Gelesen habe ich bisher noch, einen Beitrag zu einem Vortrag von Horx vor über 200 Gästen der Handwerkskammer Hamburg am 22. Januar 2013, zu der es hier in Zeitarbeit ist ein Transmitterprozess, der uns allen hilft heißt:

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„Der Gesellschaft sollte es in Zukunft gelingen, einen „Zeitwohlstand“ zu organisieren. Es werde neue Formen von Arbeitsorganisation geben. Der größte Wirtschaftsboom aller Zeiten sei im Gange. Es wird eine neue globale Mittelschicht geben, so Horx, der in diesem Zusammenhang sogar von einer neuen Weltordnung spricht, die entstünde. Globalisierung meine in Zukunft auch Lokalisierung.“

Ebenfalls fand ich den Artikel Warum Krisen die Menschheit weiterbringen von Horx auf welt.de vom 16 April 2015, in dem es heißt:

 
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„In Wirklichkeit wird die Welt in den turbulenten Prozessen, die wir derzeit erleben, robuster, vielfältiger und resilienter. ... Durch den Syrien-Konflikt hindurch zeigt sich schon heute schemenhaft eine neue, multipolare Weltordnung, in der vielfältige Kooperationen durch Komplexitätsgesetze erzwungen werden. ... „It’s a crime to waste a crisis”, formulierte die Futuristin Hazel Henderson.“
 
 
Man mag von der Trendforschung halten was man will, aber die neue Weltordnung schönreden geht echt zu weit.

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