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vollbremsung

Eine kulturelle Misere durch das Fach Pädagogik?

6 posts in this topic

Beim Überfliegen einiger Nachrichtenmeldungen stieß ich auf das Wort "Volkpädagogen" für die Partei "Die Grünen". Ich war innerlich wirklich überrascht über diesen trefflichen Begriff. Ich wundere mich, warum sich noch kein Kulturwissenschaftler an die Zusammenhänge gemacht hat: 

 

  • Das Fach Pädagogik ist in sehr vielen Studienfächern integraler Bestandteil. Nicht nur Dioplom-Pädagogen lernen "pädagogik", sondern auch Lehrer, Polizisten usw. Eigentlich fast alle "gehobenen" Berufen, die mit Menschen zu tun haben. 
  • Was eigentlich das Fach Pädagogik beinhaltet ist völlig unklar. Schaut man etwas hinter die Fassade, spiegelt es eigentlich immer nur den aktuellen gesellschaftlichen Kontext dar -- es ist überhaupt keine Wissenschaft. Niemals. Es ist eine Teildisziplin aus den Fächer Soziologie mit ganz wenigen Anteilen Psychologie. Da diese Fächer aber eigenständig sind, ist die Pädagogik bei 99% der Fachvertreter eine psychologische Projektion, die je nach Einstellung mit Halbwissen aus der Soziologie/Psychologie und viel Kauderwelch begründet wird. 
  • Bei der Soziologie wäre ich sehr vorsichtig. Ich habe die Vermutung, dass es eine Desinformations-Wissenschaft ist. Ich habe die Vermutung, dass zwar grundsätzliche Forschungsansätze stimmen, aber ähnlich wie in der Ökonomie viele Interessensgruppen ihre "Schulen" durchsetzen und damit eine Agenda verfolgen: "Die Frankfurter Schule nach Adorno" und und und... Da ist super viel Desinformation drin. Sehr schwierig durchzublicken. 
  • Das Fach Pädagogik kann überhaupt nicht als Wissenschaft existieren. Es ist meiner Meinung nach "das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen des Wissenschafts-Betriebs". Das Fach Pädagogik kommt komischerweise in fast allen staatlichen Uni- und Ausbildungsfächern vor: Polizei, Lehrer, usw.. Es ist eher die gesammelte Lehrer des aktuellen Einstellungs- und Verhaltenskodex bestimmter Institutionen wie etwa der Schule, der Polizei usw. 
  • Es ist wie das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen: Es ist durch die Gewaltenverschränkung des Staates der Verhaltens-Imperativ des Staates. Pädagogik ersetzt die unter den Menschen natürlich gewachsene Kultur (Kirche/Verein/Familie/ usw) durch ein Verhaltensimperativ, der durch wenige politisierte Befürworter ("Uni-Professoren", staatliche Finanzierung der Stellen und damit Aufsetzung der Inhalte) durch die Institutionen die jungen und erwachsenen Menschen "vergiftet". 
  • Neben der Institution, die über die Struktur selber indoktriniert, haben sie mit Pädagogik einen inhaltliche Indoktrination. Es ist KEINE WISSENSCHAFT. Es ist einfach der aktuelle gesellschaftliche Blickwinkel. Das sehen sie hervorragend an der Geschichte. Vor hundert Jahren war der Pädagoge der Rohrstockschwingende Preuße, der katholische Strenge und Liebe zum Vaterland prügelte. Heute ist die gleiche Berufsprofession der birkenstocktragende Schluffi, der sich vehement für das Umverteilen des Staates einsetzt, kriminelle Ausländer als Opfer sieht den geholfen werden muss und der Deutschland mit seinem Kapitalismus als das Übel der Welt ansieht. 
  • Da die Pädagogik (Staatslehrer des staatlichen Verhaltens) so allumfassend gelehrt wird, implementiert sie sich bei vielen heranwachsenden Bürgern. Damit haben wir einen signifikanten Teil der Menschen, die ihre Einstellungen und Verhaltensweise aus der Pädagogik ableiten. Außerdem kommen noch jene hinzu, die durch die Instututionen durch diese Einstellungen und Werte geprägt wurden. Es ist quasi die politisiert Kultur der Deutschen. 
  • Schauen wir uns die Grünen-Partei an, haben wir wirklich einen hohen Anteil und Tradition der Pädagogik. Da die Pädagogik auf keinen festen Theoremen besteht, ist sie nur flüchtige Einstellungs-Sache. Sie ist immer nur aktuelle psychologische Projektion gesellschaftlicher Kultur. Aber hier in Reinform. Die Grünen sind quasi die zur Partei gewordene Pädagogik. Es ist die Manifestation einer staatsgetriebenen künstlichen Kultur. 

 

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Ein schönes Beispiel wie die Indoktrinierungsanstalten Schule, Öffentlich-Rechtliche und damit auch die Eltern heutzutage Kinder und Jugendliche in ihrem Mindset völlig verdrehen. 

 

In diesem Artikel: https://de.nachrichten.yahoo.com/knallharter-beziehungsvertrag-achtkl-sslerin-stellt-krasse-regeln-f-051847652.html wird über eine Achtklässlerin berichtet, die einen Beziehungsvertrag (!) mit ihrem Boy-Friend aufgesetzt hat. Woher soll zu Teufel eine Achtklässlerin diesen Schwachsinn haben? Woher? Von der Schule, einer "Brave" und und vom Fernsehen-Soaps - mehr Reichweite haben Achtklässlerin nicht! 

screenshot2016bp5i0qndvz.png

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Hey, ich möchte mal für die Pädagogik und die Erziehungswissenschaften eine Lanze brechen :)

Ich selbst studiere grad Erziehungswissenschaften und war am Anfang sehr skeptisch. Aber ich habe erkannt, dass dieses Feld viel Potential für uns birgt. Denn mit etwas Unternehmergeist oder grobem Verständnis für eine andere Wissenschaft (zB Informatik, Jura) kann man realpolitisch sehr viel bewirken. 

Um mal ein Beispiel zu nennen: 
An Universitäten sucht das Jugendamt Erziehungswissenschaftler/Pädagogen, die mit Informatikern Fragebögen erstellen. Diese sollen das Persönlichkeitsprofil von Eltern/Erziehungsberechtigten so auswerten, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen kann: Sie vernachlässigen/missbrauchen ihre Kinder.* Dafür braucht man aber eine unglaubliche Masse an Statistiken und man braucht echt gute Programmierer. Hier wird KI eine Rolle in Zukunft spielen. Immer mehr Unternehmen werden die Möglichkeit haben, diese Technologien nutzen zu können. 
Menschen wie wir können unser Wissen über antisoziale und narzisstische Persönlichkeitsstörungen einfließen lassen.
*Zur Zeit ist ein Problem, dass Jugendämter oft nichts tun können, wenn der gesunde Menschenverstand sagt: Hier liegt Missbrauch vor. Die Beweise fehlen und die Zeit, Beweise zu erbringen.

Aber auch in allen erdenklichen sozialen, marktwirtschaftlichen, usw. Einrichtungen werden Erziehungswissenschaftler gesucht, die mit diesen komplexen Fragestellungen umgehen können. Es hat mich selbst überrascht, dass Pädagogen für so etwas angefragt werden. 

Aber das sind nicht alle Gebiete, wo man als Erziehungswissenschaftler hin kann. Man kann sich später so qualifizieren, dass man Seminare, Vorträge in allen möglichen Gebieten halten kann und man ist relativ frei mit der Themenwahl. Dies kann natürlich auf selbstständiger Ebene sein oder staatsfinanziert in Schulen. Und hier hat man auch die Möglichkeit, sein Wissen einzubringen. 

Dann sind Erziehungswissenschaftler oft in hohen Positionen von sämtlichen sozialen Einrichtungen und Ämtern. Wie überall kann man auch hier einen positiven Einfluss auf die Struktur ausüben. Man hat Einfluss auf viele Menschen (vor allem auf kommunaler Ebene). 

Zum Studium an sich

Natürlich werde ich mit "linksgrünversifftem Schrott" konfrontiert ("antirassistische Pädagogik", "gendergerechtes Schlagmichtot", usw.). Aber das liegt nicht an dem, was gelehrt wird, sondern an den Dozenten. Und zum Glück kommt auf jeden verstrahlten Prof auch ein moralfähiger. Zwar sind auch die relativ links, aber im Grunde wirklich gute Menschen, vor denen ich Respekt habe. 

Jedenfalls ist eines der ersten und wichtigsten Themen im Pädagogikstudium, dass die Eltern das Naturrecht haben, ihre Kinder selbst zu erziehen. Als Schutzmechanismus vor Diktatur. 
Wir haben auch relativ detailliert gelernt, was die Abwesenheit von "Mutterliebe" im Gehirn eines Kindes anrichtet. (Leider nichts über Narzissmus, usw. aber immerhin!) 
Und im ersten Semester wurde viel darüber diskutiert, wie Ideologen die Gesellschaft infiltrieren und dass man die Universität vor Ideologie schützen muss. 

Hätte niemals gedacht, dass man sowas an einer Uni lernt und das so ausführlich. Trotzdem checken viele das nicht und können objektive Fakten zu den Themen nicht akzeptieren. Das sieht man dann in den Hörsaal-Diskussionen. 

 

Ich hoffe, dass ich die Pädagogik in ein bisschen besseres Licht rücken konnte. Natürlich sind einige Dinge im Eingangspost richtig, aber man muss immer das Gesamtbild betrachten! 

Wollte das schon immer mal loswerden, weil Viele in liberalen-konservativen Kreisen das Fach zu unrecht verteufeln. 

 

Liebe Grüße 

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Hi, 

ich würde dir gerne mal einige Reflexionsfrage stellen. Diese Reflexionsfragen sollen dich nicht "ärgern", sondern sollen dazu dienen, ob deine Annahmen wirklich stimmen. Daher bitte ich dich mal folgende Fragen zu beantworten: 

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Aber auch in allen erdenklichen sozialen, marktwirtschaftlichen, usw. Einrichtungen werden Erziehungswissenschaftler gesucht, die mit diesen komplexen Fragestellungen umgehen können. Es hat mich selbst überrascht, dass Pädagogen für so etwas angefragt werden.

Bitte nenne doch mal konkret "marktwirtschaftliche" Einrichtungen, die Erziehungswissenschaftler suchen -- und bitte noch quantifizieren (wie viele Einrichtungen suchen).

 

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Man kann sich später so qualifizieren, dass man Seminare, Vorträge in allen möglichen Gebieten halten kann und man ist relativ frei mit der Themenwahl. Dies kann natürlich auf selbstständiger Ebene sein oder staatsfinanziert in Schulen. Und hier hat man auch die Möglichkeit, sein Wissen einzubringen

Auch hier: bitte nenne doch mal konkret, welcher Veranstalter für deine Seminare bezahlen soll. Und nenne doch mal welche Themen in solchen Vorträgen, die auf dem freien Markt bezahlt werden dort gefragt sind. Bitte ganz konkrete Beispiele. 

Und: Bitte nenne doch mal ganz konkret Beispiele, bei denen freiarbeitende Pädagogen von Schulen für ihre Vorträge bezahlt werden. Bitte ganz konkret. 

Quote

Dann sind Erziehungswissenschaftler oft in hohen Positionen von sämtlichen sozialen Einrichtungen und Ämtern. Wie überall kann man auch hier einen positiven Einfluss auf die Struktur ausüben. Man hat Einfluss auf viele Menschen (vor allem auf kommunaler Ebene

Hier wird es wahrscheinlich leichter fallen: bitte nenne doch mal einige Beispiele für Pädagogen, die Sozialämter leiten. Bitte vergleiche dabei aber auch, welche Amtsleiter der Jugendämter usw. anderen Background wie Jura usw. haben. Wie viele Stellen gibt es in dem Bereich? Und wieviele Absolventen pro Jahr gibt es in Erziehungswissenschaften? 

 

Bitte überprüfe doch mal folgenden Aussagen: 

  • Erziehungswissenschaftler finden in den allermeisten Fällen lediglich eine Anstellung als Leiter von Jugendeinrichtungen. Erziehungswissenschaftler in Jugendeinrichtungen sind schnell ernüchtert von ihrer nervenaufreibenden Arbeit, der schlechten Bezahlung und der äußerst geringen Handlungsspielräume. 
  • Die Wahrscheinlichkeit als Erziehungswissenschaftler in freien Markt unterzukommen reduziert sich auf ganz wenige Stellen in Großkonzernen. Deren Personalabteilungen bevorzugen überwiegend Wirtschaftspädagogen oder Wirtschaftspsychologen. Es ist nicht ausgeschlossen, gleicht aber eher einem Lottogewinn. 
  • Die Tätigkeiten von Erziehungswissenschaftler ist zu 99% im Spannungsfeld der staatlichen Kinder- und Jungendinstitutionen (Schulen, Kitas, Ganztagsbetreuung, Jugendeirichtungen) und ergo zu 100% staatlich bestimmt und finanziert. Diese sind fast immer unterfinanziert. Bis auf Beamte verdienen die Angestellten entsprechend der Vergütungstabelle des Öffentlichen Dienstes (TVöD). Bitte behalte im Hinterkopf, dass du sicher gerne Mutter von zwei Kinder werden möchtest. Dann brauchst du Auto, Platz und allerlei Krams. Und du musst noch Gelder sparen für Rente usw. 
  • Bitte befrage mal Erziehungswissenschaftler, die bereits seit mindestens 10 Jahren arbeiten. Bitte befrage sie mal: a.) würden sie heute -- wenn sie wieder anfangen könnten -- anstelle Erziehungswissenschaftler nicht Lehrer werden? (ähnliche Tätigkeit aber viel besser bezahlt und besser Arbeitsbedingungen, besser Status, Beamter usw.). 

 

 

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Klar, frag ruhig. Ich bin aber kein Experte auf dem Gebiet und kann hauptsächlich nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Ich will auch nicht so stark ins Detail gehen, weil ich sonst ein ganzes Buch schreiben müsste :D

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Bitte nenne doch mal konkret "marktwirtschaftliche" Einrichtungen, die Erziehungswissenschaftler suchen -- und bitte noch quantifizieren (wie viele Einrichtungen suchen).

Da kenne ich keine Statistik. Ich kenne nur Erfahrungsberichte und Angebote, die ich und andere bekommen haben.
Habe eben die Recentr-Sendung vom 8.12 gesehen und die passt grad wirklich zum Thema. Zum Beispiel suchen Software-Firmen (vor allem in den USA und Kanada) EW, Psychologen, usw., um Marktforschungs-, Gesellschaftsanalysen zu programmieren. Und das in jedem erdenklichen Bereich.
Deswegen hat es mich überrascht, dass selbst unser verstaubtes Jugendamt dieses Thema angesprochen hat. Dieser Bereich wird in Zukunft ganz sicher immer größer werden.
Andere konkrete Beispiele fallen mir grad im Moment nicht ein.

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 Auch hier: bitte nenne doch mal konkret, welcher Veranstalter für deine Seminare bezahlen soll. Und nenne doch mal welche Themen in solchen Vorträgen, die auf dem freien Markt bezahlt werden dort gefragt sind. Bitte ganz konkrete Beispiele.

Privatpersonen natürlich. Zuletzt habe ich öfters von Vorträgen mitbekommen, die über das kommende Teilhabegesetz informieren. Betroffene Unternehmer zahlen für sowas natürlich gerne.
Um alles Mögliche können Vorträge, Seminare gehen. Schließlich bezahlen auch Menschen für alles Mögliche Geld^^

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Und: Bitte nenne doch mal ganz konkret Beispiele, bei denen freiarbeitende Pädagogen von Schulen für ihre Vorträge bezahlt werden. Bitte ganz konkret.

Da fällt mir grad nichts ein.

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Hier wird es wahrscheinlich leichter fallen: bitte nenne doch mal einige Beispiele für Pädagogen, die Sozialämter leiten. Bitte vergleiche dabei aber auch, welche Amtsleiter der Jugendämter usw. anderen Background wie Jura usw. haben. Wie viele Stellen gibt es in dem Bereich? Und wieviele Absolventen pro Jahr gibt es in Erziehungswissenschaften?

Ich weiß nicht, wie ich das belegen soll. Aber EW werden zum Teil (je nach Studiengang) relativ spezifisch für solche Arbeit ausgebildet. Nicht umsonst sind die Rechts-, Finanzen-, Organisationsvorlesungen relativ umfassend. Ist ja auch naheliegend bei diesem Bürokratie-Monster.
Ich arbeite auch in der Verwaltung eines sozialen Unternehmens und bei der Ausarbeitung von Verträgen mit der Kreisverwaltung bin ich öfters in Kontakt mit EW oder Juristen.

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Erziehungswissenschaftler finden in den allermeisten Fällen lediglich eine Anstellung als Leiter von Jugendeinrichtungen. Erziehungswissenschaftler in Jugendeinrichtungen sind schnell ernüchtert von ihrer nervenaufreibenden Arbeit, der schlechten Bezahlung und der äußerst geringen Handlungsspielräume.

Nein. Zum einen gibt es noch nicht einmal so viele Jugendeinrichtungen wie EW :D und zum anderen leiten die meisten EW auch keine Einrichtungen.
Unsere Profs beklagen sich immer, dass ca 2/3 der Bachelor-Absolventen "nur" als "bessere Erzieher" arbeiten wollen. Sie wollen als einfache Erzieher arbeiten, aber mehr Geld verdienen. Das ist die Ambition der meisten Pädagogen. Natürlich nur überspitzt formuliert.

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Die Wahrscheinlichkeit als Erziehungswissenschaftler in freien Markt unterzukommen reduziert sich auf ganz wenige Stellen in Großkonzernen. Deren Personalabteilungen bevorzugen überwiegend Wirtschaftspädagogen oder Wirtschaftspsychologen. Es ist nicht ausgeschlossen, gleicht aber eher einem Lottogewinn.

Wenn EW auf dem freien Markt in einem Unternehmen oder selbstständig arbeiten wollen, haben sie dann hohe Erfolgsaussichten, wenn sie konkurrenzfähig, innovativ, teamfähig und aufgeschlossen sind. Eigentlich wie in vielen Branchen. Deine Leistung, etwas Glück und Selbstdarstellung zählen.
Vor allem in den USA ist es heutzutage immer unwichtiger, ob du zB Wirtschaftspsychologe oder EW bist. Es ist einfach wichtig, dass du die Basics drauf hast und dich in ein Thema wissenschaftlich einarbeiten kannst. Und vor allem: Dass du dich in andere Gebiete reindenken kannst (zB Informatik) und aufgeschlossen für Neues bist. Diese Grenzen werden auch hier in Deutschland immer durchlässiger.   

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Die Tätigkeiten von Erziehungswissenschaftler ist zu 99% im Spannungsfeld der staatlichen Kinder- und Jungendinstitutionen (Schulen, Kitas, Ganztagsbetreuung, Jugendeirichtungen) und ergo zu 100% staatlich bestimmt und finanziert. Diese sind fast immer unterfinanziert. Bis auf Beamte verdienen die Angestellten entsprechend der Vergütungstabelle des Öffentlichen Dienstes (TVöD). Bitte behalte im Hinterkopf, dass du sicher gerne Mutter von zwei Kinder werden möchtest. Dann brauchst du Auto, Platz und allerlei Krams. Und du musst noch Gelder sparen für Rente usw.

Das Tätigkeitsfeld von EW ist so enorm breit gefächert und du kannst dich in vielen Zweigen spezialiseren. Auf ein gutes Drittel der EW mag deine Beschreibung zutreffen. Aber das liegt halt auch an der Mentalität, dass sie nur als "bessere Erzieher" arbeiten wollen und Ende.
Ich kenne schon EW, die ihre 3-5k netto im Monat verdienen (das sind dann aber auch die Unternehmer). Das mag vielleicht nicht reich machen, aber ich finde es je nach Arbeit angemessen. Zumal man auch als Frau die Chance hat, sich eine Karriere so aufzubauen, dass sie sehr kinderfreundlich ist. ZB arbeitet eine Kollegin von mir jetzt mit Home Office und kann dabei ihre Kinder versorgen. Ihr Gehalt ist solide und später wird sie wahrscheinlich gut ins Arbeitsleben zurückfinden. Diese Bedingungen sind ihr aber nicht zugeflogen. Da hat auch viel Arbeit und Mut hintergesteckt.

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Bitte befrage mal Erziehungswissenschaftler, die bereits seit mindestens 10 Jahren arbeiten. Bitte befrage sie mal: a.) würden sie heute -- wenn sie wieder anfangen könnten -- anstelle Erziehungswissenschaftler nicht Lehrer werden? (ähnliche Tätigkeit aber viel besser bezahlt und besser Arbeitsbedingungen, besser Status, Beamter usw.).

Also die Frage macht keinen Sinn. Erziehungswissenschaftler ist kein ausdefinierter Beruf wie zB der Lehrerberuf.
Es gibt EW, die Unternehmer geworden sind, die eine soziale Einrichtung leiten, in der Forschung arbeiten, in der Schule neben Lehrer arbeiten, usw.. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind enorm. Aber die Möglichkeiten werden zu wenig genutzt.
Daher kommt auch das Gerücht von der schlechten Bezahlung. Du musst nach deinem Grundstudium auch erst einmal etwas aus dir machen, was einer guten Bezahlung würdig ist.
Durch meine Arbeit kenne ich viele EW, die Unternehmer geworden sind. Die sagen oft, dass der Rechts-, Wirtschafts- und Organisationsteil im Studium nützlich war, aber im Grunde hätte man sich das auch schenken können, wenn man für den Berufseinstieg keinen Abschluss gebraucht hätte. Geht wahrscheinlich auch Vielen in anderen Branchen so.

 

 

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In einem Blogbeitrag stellt sich ein Autor die gleiche Frage, die ich mir oben auch gestellt habe. Er fragt: 

Ist unsere Politik ein Resultat soziologischer Wissenschaftsfehler?

http://www.danisch.de/blog/2017/03/03/ist-unsere-politik-ein-resultat-soziologischer-wissenschaftsfehler/

 

Ich hatte weiter oben mal gesagt:

Quote
  • Bei der Soziologie wäre ich sehr vorsichtig. Ich habe die Vermutung, dass es eine Desinformations-Wissenschaft ist. Ich habe die Vermutung, dass zwar grundsätzliche Forschungsansätze stimmen, aber ähnlich wie in der Ökonomie viele Interessensgruppen ihre "Schulen" durchsetzen und damit eine Agenda verfolgen: "Die Frankfurter Schule nach Adorno" und und und... Da ist super viel Desinformation drin. Sehr schwierig durchzublicken. 

 

Nun schreibt der Autor bzw. postet die eines anderen: 

Many have criticized social science research for being ideologically biased and, frankly, many of these criticisms are fair. For one, social scientists have spent decades using sloppy empirical methods, or no methods at all, to make the case that conservatives uniquely possess a number of undesirable personal characteristics (e.g., prejudice and intolerance). However, as I discussed in an article for Scientific American, recent studies reveal methodological flaws of past research and show that liberals are no more tolerant or nondiscriminatory than conservatives.

Moreover, a number of the psychological concepts social scientists and activists have used to support social justice-oriented interventions and policies have not stood up well to empirical scrutiny. Take, for instance, the concept of stereotype threat. Psychologists proposed that female math performance is undermined by the existence and situational awareness of the stereotype that women are bad at math. However, the stereotype threat explanation of women’s math performance has failed multiple replication attempts. Meta-analyses have offered no support for the idea. And the original supporting research has been widely criticized as having many methodological and statistical problems. Still, many social scientists, activists, and college administrators continue to teach and champion the idea. […]

The microagression concept is another example. Again, many academics, activists, and college administrators are enamored with it, without scientific justification. Psychology professor Scott O. Lilienfeld summed it up perfectly with the title of his very thorough article – Microaggressions: Strong Claims, Inadequate Evidence.

The truth is, some social scientists, though certainly not all of them, and many social activists and journalists have weaponized the social sciences for ideological warfare. This has created quite a mess. One way social scientists can stand up for science is to clean up this mess and dedicate ourselves to fighting ideological bias within our fields. […]

In addition, social science has its own internal “war on science” problem that few seem willing to confront. This problem results, in part, from the reckless use of the social science label. Not all of the social sciences use or support the scientific method. Even within a given field there is often a division between actual scientists and scholars who do not take a scientific approach to their research. Take, for instance, the field of sociology. There are certainly many empirical sociologists doing high quality empirical research. However, a sizable part of the discipline is part of the postmodern or social constructionist movement that rejects the use of quantitative methods. […]

Postmodernists also directly attack the scientific enterprise. Consider, for example, the “research as rape model” presented in sociological textbooks such as An Introduction to Sociology: Feminist Perspectives. The model proposes that conducting scientific research using human research participants is a form of research rape. […]

rofessors in postmodern fields such as gender studies are actively teaching ideas that are more conspiracy theory than scholarly research.

 

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